Implantologie: Das sind die 12 häufigsten Fragen

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kieferknochen eingebracht wird. Es dient – zusammen mit dem darauf befestigten Aufbau – als Träger für den eigentlichen Zahnersatz. Das kann eine festsitzende Krone oder Brücke sein oder ein herausnehmbarer Zahnersatz.
Eine Implantation ist heute ein Routineeingriff. Sie wird meist ambulant und unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Zunächst öffnen wir die Mundschleimhaut und legen den darunter liegenden Knochen frei. Dann wird eine Vertiefung im Knochen geschaffen, in der das Implantat genau Platz findet. Am Ende der Behandlung verschließen wir die Mundschleimhaut über dem Implantat wieder und die äußere Wunde heilt innerhalb weniger Tage ab.
Das kommt ganz auf die Lage des Implantats an: Befindet es sich im Oberkiefer kann es bis zu 6 Monate dauern, liegt es im Unterkiefer nimmt die Einheilungsphase ca. 3 Monate in Anspruch. Während dieser Zeit sollte das Implantat nicht belastet werden. Das Implantat heilt unterhalb des Zahnfleischs ein und wird erst nach der gesamten Abheilungsphase in einem zweiten Eingriff freigelegt. Nach der Freilegung beginnt die schrittweise prothetische Versorgung (Abdrucknahme, Einpassung, endgültige Eingliederung des Zahnersatzes).
Titan und Keramik sind Materialien, die in der Regel sehr gut vertragen werden und nur höchst selten eine allergische Reaktion hervorrufen. Die Vorteile von Titan:
  • als reines Titan biokompatibel, also sehr gut verträglich für den Organismus
  • hervorragende Osseointegration: Wächst schnell und fest in den Knochen ein
  • mechanisch sehr belastbar
  • preislich relativ günstig
Im Prinzip können Zahnimplantate in fast jedem Alter eingesetzt werden. Ausnahmen sind Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase. Für eine Implantatbehandlung muss das Wachstum abgeschlossen sein. Nach "oben" besteht keine Altersgrenze. Gegen eine Implantation sprechen Krankheiten, wie zum Beispiel ausgeprägte Stoffwechselerkrankungen, Leber-, Nieren-, Blut und Knochenleiden. Erhöhter Nikotin- und Alkoholkonsum gefährden einen Implantationserfolg ebenfalls. Gute Mundhygiene ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Implantologie. Parodontale Erkrankungen müssen vor der Implantatbehandlung behoben und das Zahnfleisch entzündungsfrei sein.
Zahnimplantate müssen Sie ebenso sorgfältig pflegen wie echte Zähne. Das bedeutet, dass Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen lassen sollten. Aber auch die häusliche Zahnpflege dürfen Sie nicht vernachlässigen.
Die Kosten für ein Zahnimplantat sind sehr unterschiedlich. Es kommt auf die individuellen Voraussetzungen des Patienten an. Daher können wir Ihnen die Kosten erst nach einem persönlichen Gespräch und einer Untersuchung darlegen.
Zahnimplantate sehen aus wie echte Zähne und fühlen sich auch genauso an. Wenn Sie sie gut pflegen, haben sie eine lange Lebensdauer. Beim Einsetzen eines Zahnimplantats muss man keine Nachbarzähne beschleifen, was die eigenen Zähne bestmöglich schont. Darüber hinaus kann man mit einem Implantat bereits begonnenen Knochenabbau stoppen, der nach dem Verlust eines Zahnes relatives schnell einsetzt.
Wenn Sie sich gut um Ihre Zahnimplantate kümmern, werden Sie viele Jahrzehnte Freude an schönen Zähnen haben.
Ja. Es ist jedoch zu beachten, dass die grundlegende Voraussetzung für die Implantation neben normaler Wundheilungskapazität und allgemeiner Gesundheit ein nach Qualität und Volumen ausreichendes Knochenangebot ist. Reicht das Knochenvolumen für das Setzen eines Implantates nicht aus, muss zunächst ein Knochenaufbau erfolgen.
Für den Aufbau von Kieferknochen gibt es verschiedene Methoden: Knochenersatzmaterial, Knochenregeneration mit Wachstumsfaktoren oder die Knochenzüchtung aus eigenem Gewebe.
Es gibt verschiedene andere Möglichkeiten, verloren gegangene Zähne zu ersetzen: Beispielsweise Brücken und Prothesen.