Grundlage für Implantate schaffen

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Allgemein gilt: Je schneller eine Lücke mit einem Implantat versorgt wird, desto besser. Der Knochen hat dann keine Chance, sich zurückzubilden, sondern wird durch regelmäßige Kaubelastung gefordert.
Mit zunehmendem Alter kann sich der Kieferknochen zurückbilden und eine Implantation erschweren. Denn ein sicheres Fundament – also ausreichend vorhandener Kieferknochen – ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Implantaterfolg. Wir entscheiden bei jedem Patienten individuell, ob ein Knochenaufbau vor einer Implantatbehandlung nötig und möglich ist. Sollte ein Knochenaufbau unabdingbar sein, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die wir im Vorfeld mit Ihnen absprechen.

Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial

Der Einsatz von Knochenersatzmaterialien stellt die „klassische“ Form des Knochenaufbaus dar. Dabei wird neben dem sogenannten autologen Knochen, also Eigenknochengewebe, das aus dem Kinn entnommen wird, auch synthetisches, tierisches oder pflanzliches Ersatzmaterial verwendet. Das körpereigene Gewebe stellt dabei immer die beste Option dar.

Knochenregeneration durch Wachstumsfaktoren

Eine wirkungsvolle Methode, um die knöcherne Regeneration zu beschleunigen, stellt die Herstellung eines Blutplättchenkonzentrats dar. In funktionsfähigen Blutplättchen (Thrombozyten) finden sich vermehrt Wachstumsfaktoren für den Knochen, welche die Knochenregeneration nach einem Eingriff vorantreiben und so den Wundheilungsprozess beschleunigen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass sowohl körpereigenes als auch Knochenersatzmaterial zusammen verwendet werden.

Knochenzüchtung aus körpereigenem Gewebe

Eine andere Möglichkeit stellt die Züchtung von Knochengewebe dar. Eine geringe Menge Knochenhaut aus dem hinteren Backenzahnbereich reicht dafür aus. Aus den daraus gewonnen Zellen züchten Experten im Labor neue Knochensubstanz, die wir dann exakt dort positionieren, wo später die Implantate gesetzt werden sollen. Entnahmedefekte, Schwellung und Schmerzen entfallen bei dieser Methode, ebenso wie eine Abstoßungsreaktion.

Ablauf des Knochenaufbaus

Hat der Restknochen eine bestimmte Höhe, können der Knochenaufbau und das Setzen des Implantats in einer Sitzung erfolgen. Ist das Knochenvolumen hingegen zu gering, müssen wir zunächst den Knochenaufbau durchführen und nach etwa drei bis sechs Monaten das Implantat einsetzen.

Für den Knochenaufbau kommen verschiedenen Verfahren zum Einsatz – abhängig von der Lage (Ober- oder Unterkiefer, Seiten- oder Frontzähne) und der Art des Knochenmangels (in der Breite oder Höhe, fortgeschritten oder gering). Zu den Verfahren gehören:

  • Sinuslift-Verfahren intern/extern
  • Eigenknochentransplantation
  • Knochenspreizung (Bone Spreading)
  • Knochenspaltung (Bone Splitting)
  • Distraktionsosteogenese

Haben Sie Fragen zum Thema Knochenaufbau oder möchten Sie einen Beratungstermin? Rufen Sie uns gerne jederzeit an oder vereinbaren Sie Ihren Termin gleich online auf unserer Seite!